Buchtipp: Gentoo Linux – Die Metadistribution

Posted on the March 23rd, 2008 under bücher by matthias

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Tobias Scherbaum, Gentoo Entwickler und Systemadministrator, hat mit “Gentoo Linux – Die Metadistribution” das weltweit erste Buch zum Thema Gentoo Linux auf den Markt gebracht.

Auf 269 Seiten wird in 10 Kapiteln die Gentoo Linuxdistribution vorgestellt. Das Buch wurde Ende 2007 veröffentlicht, ist im mitp Verlag erschienen und kostet 29,95 EUR. Ein Teil des erzielten Autorenhonorars geht als Spende an den Förderverein Gentoo e.V.

Nach der Einführung, in der das Gentoo Projekt erklärt wird sowie Quellen zur Hilfefindung genannt werden, folgt ein Installationsleitfaden für die Architekturen x86 und AMD64 aka x86_64. Darauf folgt eine Einführung in das Herz Gentoos: das Paketmanagementsystem Portage.

Im vierten Kapitel wird die Installation und Konfiguration eines Desktopsystems exemplarisch an KDE und Gnome durchgeführt und erklärt. Darauf folgt eine Beschreibung der USE-Flags, dem zweiten Kernfeature der Gentoo Distribution. Neben dem Umgang mit den USE-Flags werden hilfreiche Tools vorgestellt, die das Arbeiten mit den USE-Flags erleichtern. Kapitel 6 beschäftigt sich mit dem Schutz von Konfigurationsdateien und dem Update derselbigen.

Im folgenden Kapitel werden die Unterschiede der einzelnen Zweige der Gentoo Distribution erläutert und wie man einzelne Pakete aus dem nicht stabilen Zweig sauber ins System integrieren kann. Es folgt ein wichtiger Abschnitt, der das Arbeiten mit Portage detailliert beschreibt. Einzelne Optionen und Variablen werden beschrieben, mit denen sich das Verhalten der Paketverwaltung beeinflussen lassen. Zusätzlich wird hier auf die Optimierung des Systems eingegangen, gleichzeitig aber auch vor groben Fehlern und Performancemythen gewarnt. Abschließend werden einige Tools genannt, die den Umgang mit Portage erleichtern und einige Best Practices aufgezeigt.

Kapitel 9 beschäftigt sich mit der Systemadministration. Dies beinhaltet Benutzerverwaltung, Runlevel und Netzwerkkonfiguration. Im letzten Kapitel wird das Thema Sicherheit behandelt. Der Umgang mit GLSA – den Gentoo Linux Security Announcements – wird beschrieben sowie einige Tipps für die Härtung des Systems gegeben. Dies umfasst u.a. die Absicherung des Bootloaders oder des SSH Dienstes. Im Anhang folgt ein Abdruck des Gentoo Social Contract sowie abschließend ein Stichwortverzeichnis.

Fazit:

Das Buch richtet sich vor allem an Linux Benutzer, die einen Einstieg in die Welt der Gentoo Linux Metadistribution suchen. Linux Neulingen sei andere Linux Literatur ans Herz zu legen, die die Linux Grundlagen beschreiben. Das Gentoo Buch setzt Linux Grundlagen voraus. Es ist eine gute Ergänzung zur bestehenden Gentoo Dokumentation, wobei Überschneidungen nicht zu vermeiden sind. Sehr gut haben mir die vielen kleinen Tipps & Tricks am Rande gefallen, die sich in keiner Dokumentation wiederfinden lassen. Viele neue Tools durfte ich kennenlernen sowie Best Practices für den Administrationsalltag finden. Hin und wieder hatte ich ein Déjà-vu Erlebnis, da sich einige Passagen im Buch wiederholen – so z.B. die Erläuterung zu diversen Tools. Alles in allem lässt sich dieses Buch an jeden Gentoo Interessierten weiterempfehlen. Auch erfahrene Gentoo User werden hier und dort noch Neues entdecken können, wenn auch einen Großteil des Inhalts bereits kennen.

Links:
Gentoo Linux – Die Metadistribution Inhaltsverzeichnis
Probekapitel 1: Das Gentoo-Projekt
Offizielle Homepage
Gentoo Linux – Die Metadistribution bei Amazon Deutschland

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11 Responses to 'Buchtipp: Gentoo Linux – Die Metadistribution'

  1. 23. March 2008 at 16:37
    Jörg
  2. 23. March 2008 at 19:50
    Tobias Scherbaum
  3. 23. March 2008 at 20:27
    Jörg
  4. 23. March 2008 at 20:34
    matthias
  5. 23. March 2008 at 20:43
    Tobias Scherbaum
  6. 23. March 2008 at 20:49
    matthias
  7. 23. March 2008 at 20:57
    Tobias Scherbaum
  8. 23. March 2008 at 21:09
    matthias
  9. 23. March 2008 at 21:42
    Jörg
  10. 24. March 2008 at 00:30
    Stefan
  11. 24. March 2008 at 11:08
    Tobias Scherbaum

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