Vor einiger Zeit kam das im Juni erschienene Praxisbuch Nagios bei mir an – Aufgrund von Prüfungen, Arbeitsstress etc. bin ich allerdings leider erst kürzlich dazu gekommen, es intensiver zu betrachten; das Schreiben dieses Reviews hat sich dann ebenfalls etwas hingezogen…
Eins vorweg: das Buch ist sowohl für den Einsteiger, als auch für den fortgeschritteneren Admin als Nachschlagewerk oder Inspiration brauchbar, denn es wird auch auf fortgeschrittenere Themen wie z.B. Visualisierung und Pluginprogrammierung eingegangen.
Ausführlich erläutert das Buch anfangs, was mit Nagios möglich ist, was es mit Scheduling, Plugins, Benachrichtigungen, CGIs fürs Webinterface, Zeitperioden, Check-Kommandos, Templates usw. auf sich hat – jeweils ausführlich anhand von Beispielen. Dank der mitgelieferten Live-CD kann man bei Interesse auch zu haus sehr schnell selbst loslegen, ohne ein gesamtes Nagios installieren und konfigurieren zu müssen.

Als Systemadministrator hat man häufig andere Anforderungen an Programmier- und Scriptsprachen als ein reiner Anwendungsentwickler. Der Großteil der Fachliteratur geht jedoch auf allgemeine Probleme ein und weniger auf die spezifischen Probleme der Administration von Linux und UNIX Rechnern.
O’Reilly hat nun ein Buch herausgebracht, das speziell auf die Anforderungen in der Systemadministration zugeschnitten ist.

Tobias Scherbaum, Gentoo Entwickler und Systemadministrator, hat mit “Gentoo Linux – Die Metadistribution” das weltweit erste Buch zum Thema Gentoo Linux auf den Markt gebracht.
Auf 269 Seiten wird in 10 Kapiteln die Gentoo Linuxdistribution vorgestellt. Das Buch wurde Ende 2007 veröffentlicht, ist im mitp Verlag erschienen und kostet 29,95 EUR. Ein Teil des erzielten Autorenhonorars geht als Spende an den Förderverein Gentoo e.V.

Wer zum Einstieg in FreeBSD ein gutes deutschsprachiges Fachbuch sucht, wird kaum fündig werden. Im englischsprachigen Sektor sieht die Situation zum Glück anders aus: der amerikanische Verlag No Starch Press hat Anfang diesen Jahres die zweite Auflage von Absolute FreeBSD herausgebracht. Auf 709 Seiten findet sich locker und verständlich geschrieben die wohl beste Einführung in das bekannte BSD Derivat, die derzeit auf dem Literaturmarkt erhältlich ist.

Ich finde die Kurz & Gut Reihe aus dem Hause O’Reilly ja richtig nützlich – geballtes Wissen in kurzer Form. Gute Dienste erwies mir schon häufig die 2. aktualisierte Auflage von Apache kurz & gut vom April 2007. Das 158 Seiten “starke” Werk enthält nahezu alle Konfigurationsoptionen vom Apache Webserver und behandelt dabei die aktuelle Version Apache 2.2.
Im ersten Abschnitt wird die allgemeine Konfiguration behandelt. Dies beinhaltet neben den Direktiven der Konfigurationsdatei auch die verschiedenen Abschnitte in der Konfiguration des Webservers wie Hauptserver, virtuelle Hosts und Container. In den nächsten Abschnitten werden u.a. mod_rewrite, Zugriffsbeschränkungen, Proxy- und Cache-Funktionen, Filter und SSL-Funktionen erläutert. Auch werden die einzelnen Möglichkeiten zum Logging vorgestellt. Das Wertvollste am Buch ist wohl wie bei jedem Nachschlagewerk der Index. Jede Direktive, jeder Konfigurationsparameter lässt sich hier wiederfinden, so dass man schnell eine passende Antwort zum gesuchten Begriff findet.
Das Fazit zu Apache kurz & gut fällt genauso knapp aus, wie der Inhalt des Buches: Kaufen! Die 9,90EUR sind gut investiert, wenn man ein alltagstaugliches Nachschlagewerk in Papierform für den Webserver schlechthin benötigt.
Links:
Apache kurz & gut Inhaltsverzeichnis
Apache kurz & gut bei Amazon
Postfix ist ein mächtiger Mailserver, der so viele Funktionen und Optionen bietet, dass man eine Referenz mit über 400 Seiten füllen kann. Klar, dass man da nicht alle Optionen und deren Funktionen im Kopf haben kann. Umso besser, dass Tobias Wassermann 2006 seine ge-packte Postfix Referenz im mitp Verlag veröffentlicht hat.
Das Buch umfasst 438 Seiten und unterteilt sich in die vier Kapitel Konfiguration, Sicherheit, Test & Troubleshooting und den Anhang.
Das Buch “Kuckucksei” von Clifford Stoll beschreibt die Jagd auf einen deutschen Hacker in den Pionierjahren des Internets (als dieses noch ARPANET hieß). Die komplette Geschichte beruht auf wahren Tatsachen aus den Jahren 1986 bis 1987.
Cliff Stoll, seines Zeichens Astrophysiker, wird 1986 als Systemmanager am Lawrence Berkeley Laboratory in Kalifornien eingestellt, wo er für die Wartung und Administration der dortigen Großrechner zuständig ist. Aufgrund eines Abrechnungsfehlers von 75 Cent

Im Urlaub habe ich mir das Buch “Just For Fun – Wie ein Freak die Computerwelt revolutionierte” – geschrieben von Linus Torvalds höchstpersönlich – gegönnt. Das Buch kann als Autobiografie des Linux Schöpfers gesehen werden. Unterstützt wird er von dem Journalist David Diamond.
Das Buch beginnt ganz unerwartet mit der Definition vom Sinn des Lebens. “Was? Sinn des Lebens? Ich will wissen, wie Linux entstanden ist!” So etwas Ähnliches habe ich am Anfang auch gedacht. Aber ohne Linus Sicht der Dinge über den Sinn des Lebens zu kennen, fällt einem das Verständnis für die Entstehung von Linux sichtlich schwerer.