Wer kennt das nicht – man braucht schnell eine ISO von Linux Distribution X oder benötigt ein Update zu Programm Y. Der einzige auffindbare Mirror ist jedoch extrem langsam oder drosselt sogar die Verbindung. wget startet für einen Download nur einen Thread und nutzt damit die Leitung häufig nicht voll aus. Eine Alternative ist das Kommandozeilenprogramm axel.
axel startet mehrere Threads gleichzeitig und kann somit den Download deutlich beschleunigen. Doch dies ist nicht die einzige Funktion von dem Programm. axel kann verschiedene Mirror gleichzeitig nutzen. Möchte man beispielsweise den Linux Kernel 2.6.28 nicht vom langsamen kernel.org Mirror herunterladen, so startet folgender Aufruf den Download der Datei vom be, nl, uk und de Mirror gleichzeitig:
axel ftp://ftp.{be,nl,uk,de}.kernel.org/pub/linux/kernel/v2.6/linux-2.6.28.tar.bz2
axel kann aber auch selbständig nach passenden Mirrorservern für eine angegebene Datei suchen. Im folgenden Beispiel sucht axel nach der Datei linux-2.6.28.tar.bz2 auf filesearching.com und nutzt die vier schnellsten Mirror zum Download:
axel -S4 ftp://ftp.kernel.org/pub/linux/kernel/v2.6/linux-2.6.28.tar.bz2
Weitere Parameter erlauben u.a. die Downloadgeschwindigkeit zu beschränken sowie die Anzahl der Downloadthreads direkt anzugeben. Für alle gängigen Distributionen sollte axel über den Paketmanager installiert werden können.
Offizielle Homepage von axel

Wer wollte nicht immer schonmal wissen, wie 256 CPU Kerne im Windows Task Manager aussehen? IBM hat Zugriff auf solche Maschinen und hat einen Screenshot veröffentlicht.
Soeben habe ich mein kleines Nagios Script check_ports – zur Überprüfung der FreeBSD Ports auf Updates und Sicherheitslücken – auf die neue Version 0.6 gebracht. Hier die Änderungen direkt aus der CHANGELOG:
- use pkg_version(1) instead of portversion(1) (faster, no need to install ports-mgmt/portupgrade)
- added unprivileged mode (-u parameter), slow but now any user can run jail checks (thanks to Artem Sidorenko)
- fixed location of INDEX file, depending on release number (thanks to David Croal)
- replaced cut(1) with awk(1)
- check uid before executing jail check via jexec(8)
- general code cleanup
- removed spelling mistakes
Meldungen zu Bugs und Verbesserungsvorschlägen sind wie immer willkommen!
Da ich sie immer wieder vergesse, hier als kleiner Reminder die Linux Kernel VGA Codes. Diese bestimmen die Framebuffer Auflösung und Farbtiefe:
+-------------------------------------------------+
| 640x480 800x600 1024x768 1280x1024
----+--------------------------------------------
256 | 0x301=769 0x303=771 0x305=773 0x307=775
32K | 0x310=784 0x313=787 0x316=790 0x319=793
64K | 0x311=785 0x314=788 0x317=791 0x31A=794
16M | 0x312=786 0x315=789 0x318=792 0x31B=795
+-------------------------------------------------+
Noch mehr Codes gibt es bei Wikipedia.
Manche Mirror sind schneller als andere – ganz klar. Gerade bei Installationen oder Updates von Ports unter FreeBSD halten langsame Mirror auf. Das Script ports-mgmt/fastest_sites bringt Abhilfe.
Nach der Installation geht folgender Aufruf alle Mirror durch, sucht die schnellsten anhand deren Antwortzeit heraus und schreibt diese in die Datei /usr/local/etc/ports_sites.conf:
fastest_sites > /usr/local/etc/ports_sites.conf
Nun fügt man folgende Zeile in die /etc/make.conf ein:
.include "/usr/local/etc/ports_sites.conf"
Ab sofort werden die gewählten Mirror bei der Installation neuer Ports bevorzugt. Das Script sollte hin und wieder neu ausgeführt werden, da evtl. neue Mirror hinzukommen, alte wegfallen oder sich die Netztopologie ändert.
via
Wer für die nächsten Typo3 Lücken gewappnet sein möchte, der sollte sich mal das MD5 Wörterbuch (PDF, 2,4 MB) anschauen.
Alle wichtigen Hashes sind dabei, so dass man auch unterwegs das passende Passwort zur Hand hat. Der beliebte gewinner Hash ist jedoch nicht dabei.
via
Heute wurde Debian 5.0 Codename Lenny released. Für Debian Etch Serveradministratoren stellt sich nun die Frage, wann der passende Zeitpunkt für ein Uprade von Debian Etch zu Lenny ist.
Laut Debian Etch Life Cycle gibt es noch bis ins erste Quartal 2010 Sicherheitsupdates. Dies entspricht den Erfahrungen beim Vorgänger Debian Sarge: auch hier gab es ca. ein weiteres Jahr lang parallel zur neuen Debian Version Updates, getreu den Richtlinien des Debian Sicherheitsteams zur Lebensdauer eines Debian Releases.
Also, erstmal das neue Release auf Herz und Nieren testen – dann ans Upgrade denken.
Update: mika hat die interessantesten News bzgl. Debian Lenny für SysAdmins zusammengestellt.