Hardwarediagnose unter Linux und UNIX
Unter Windows ist wohl jedem SiSoft Sandra oder AIDA32 ein Begriff. Mit diesen Tools kann man ziemlich genau die Hardware im eigenen Rechner bestimmen, ohne selbigen zu öffnen. Für Linux und UNIX gibt es ähnliche Programme, die eine exakte Bestimmung der verbauten Hardware ermöglichen.
Der bekannteste Vertreter lspci aus dem pciutils Paket erlaubt eine Identifizierung verbauter Systemkomponenten anhand derer PCI ID. Wie der Name bereits vermuten lässt, werden ausschließlich die PCI Komponenten eines Computers angezeigt. Sowohl für Linux als auch für FreeBSD sind die pciutils erhältlich.
Etwas anders arbeitet dmidecode. Es liest aus dem BIOS die SMBIOS/DMI Codes aus und gibt diese sortiert aus. Dadurch kann noch mehr ausgegeben werden, als es mit lspci möglich ist. Neben Linux wird auch FreeBSD unterstützt.
Das meiste vom System erfährt man mit lshw – dem HardwareLiSter. Neben den Informationen, die schon lspci und dmidecode anzeigen, ermittelt lshw Informationen zu angeschlossenen Laufwerken und deren Partitionierung, der Netzwerkkonfiguration und dem verbauten Arbeitsspeicher. Es eignet sich somit gut zu Dokumentationszwecken, ist aber leider bisher nur für Linux erhältlich, da das Linux sysfs genutzt wird.
Für Fans grafischer Oberflächen gibt es noch hardinfo und sysinfo, wobei letzteres Projekt nicht mehr weitergeführt wird.
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Denis
GEIL! Da such ich *just in type* schon rund 2 Stunden nach so einem Tool (um vorhandene Netzwerkkarten rauszufinden) und dann dieser Blog-Entry. DANKE!!!
Mit einem kurzem “apt-get install lshw” und “lshw -class network” war mein PRoblem dann auch gelöst.
Stefan
@Denis: lspci sollte doch alle nötigen Infos rauswerfen?!
@Matthias: nette Sammlung! lshw war mir schonmal über den Weg gelaufen, aber ich hatte den Namen wieder vergessen… :/
Denis
Leider nicht, irgendwie hatte bei 2 Servern jeweils eine Netzwerkkarte gefehlt… (bei anderen wiederum gings…) obwohl diese definitiv verbaut war.
Dirk Deimeke
Ich möchte noch dmesg ergänzen, das Programm liest den Kernel Ringbuffer aus.
Wer es gerne übersichtlich mag, greift zu cfg2html.
psy
Nicht schlecht ist auch noch “hwinfo”, für Debian-basierte Systeme einfach über “apt-get install hwinfo” zu installieren.
matthias
@Dirk
Stimmt, dmesg gibt auch immer interessante Infos aus. cfg2html ist auch nicht schlecht, nutzt als Backend scheinbar hwinfo. Danke für den Tipp!
@psy
Aber lshw und hwinfo ähneln sich schon sehr, so dass man auch nur mit einem der beiden Programme auskommen sollte.
Stimmt, habe ich vergessen. Ich wusste, das da noch was war